PREV
NEXT

HEILBUTT

Es gibt zwei Arten von Heilbutt: den weißen Heilbutt und den schwarzen Heilbutt. Der weiße Heilbutt ist vorwiegend in Nord-Norwegen zu finden. Meistens kann man Heilbutt in Tiefen zwischen 10 und 50 Metern angeln. Im Frühjahr, aber auch im Sommer, trifft man ihn auch in extrem flachen Bereichen an. Besonders erfolgreiche Angelstellen sind Sunde, Buchten und Plateaus mit sandigem Grund.

Heilbutt-Drill beim Meeresangeln im Nordatlantik
Heilbutt-Drill beim Meeresangeln im Nordatlantik

Informationen rund um den Heilbutt

 
Saison:
April bis Dezember

Größe:
Bis zu 300 cm

Gewicht:
Bis zu 300 kg

International:
Latein: Hippoglossus hippoglossus.
Norwegisch: Kveite
Französisch: Flétan de l’Atlantique
Deutsch: Heilbutt
Englisch: Atlantic Halibut.

Hier ist der Heilbutt zu finden



Jungfische findet man an der Küste Norwegens eher in flachen Gewässern, während der ausgewachsene Heilbutt sich normalerweise in tiefen Gewässern zwischen 200 und 3000 m aufhält.

Heilbutts sind sehr aggressive Jäger, die ihre Beute oftmals bis zur Oberfläche hetzen. An guten Jagdplätzen können sie sogar in Gruppen auftreten .

Er frisst andere Fische, wie Dorsch, Schellfisch und Rotbarsch und am Grund lebende Fischarten wie z.B. Leng. Sein Jagdrevier findet man auf sandigem Untergrund.

Die effektivsten Methoden zum Heilbutt-Angeln



Der Heilbutt ist immer in Grundnähe zu finden, daher muss dort auch der Köder hin.


Wenn Ihr im Fjord oder im Sund angeln wollt, dann bleibt nicht nur im Innenbereich sondern versucht auch mal am Fjord- oder Sundausgang Euer Glück .


Am besten ist ein ganzer Köderfisch (z.B. Köhler), den Ihr vom Grund immer wieder bis ins Mittelwasser nach oben kurbelt und dann wieder ablasst – die Bisse erfolgen meist brutal während der Einholphase. Oft denkt man zuerst, man hat einen Hänger.


Bitte seid bei der Landung des Heilbutts äußerst vorsichtig. Meist "explodiert" ein Heilbutt sobald er den Kopf über Wasser hat und größere Exemplare sind sehr kräftig.

Die gängigsten Köder zum Heilbutt-Angeln



Die Methode zum Heilbutt-Angeln ist das Pilken. Dabei kommen vor allem die klassischen norwegischen Modelle wie Bergmann- Pilker (oder auch Svenskepilk genannt) zum Einsatz. Chromfarbene Pilker bringen meist mehr Erfolg.


Für das Pilken mit Gummifischen eignen sich besonders die großen, über 20 Zentimeter langen Ausführungen.


Die Gewichte variieren je nach Angeltiefe und Strömungsverhältnissen. Bei weniger Strömung und Tiefen bis 30 Meter können Gewichte zwischen 60 und 100 Gramm ausreichend sein, in anderen Fällen sind mitunter auch schwerere Ausführungen, von bis zu 300 Gramm, nötig.


Beim Naturköderangeln auf Heilbutt nimm tote Köderfische, wie zum Beispiel Rotbarsche oder Köhler mittlerer Größe. Fischfetzen sind nicht zu empfehlen.

Achtung beim Heilbutt-Angeln



Vorsicht bei der Landung! Größere Heilbutts werden von Berufsfischern normalerweise erschossen. Da das uns Hobbyanglern natürlich verboten ist, solltet Ihr diese großen Exemplare an Land schleppen.


Wichtig ist ein großes Gaff, um den Heilbutt zu fixieren oder ein sogenannter "Hundefänger" um die Tiere am Schwanz zu befestigen.

Unser Rezeptvorschlag für Euch



Heilbutt auf sizilianische Art (4 Personen)


Zutaten

1 Handvoll Rosmarin - Nadeln, frische (ca. 1 Zweig)

6 EL Olivenöl, extra natives

4 Fischfilet(s) oder Steaks vom Heilbutt (à 200 g)

etwas Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2 große Zitrone(n), unbehandelte

1 Handvoll Kapern, eingelegte

8 Anchovis - Filets (Sardellen)

1 Spritzer Wein, weiß oder Prosecco


Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Rosmarin im Mörser etwas zerkleinern, mit Öl verrühren. Fisch mit der Hälfte der Öl-Mischung bestreichen, gut mit Salz und Pfeffer würzen und in eine feuerfeste Form oder auf ein Backblech geben.


Zitronen heiß abwaschen, trockenreiben und auf einem Gemüsehobel oder mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden. Jeweils 4–5 Zitronenscheiben auf ein Fischfilet oder -steak verteilen. Kapern darüber streuen, Anchovis-Filets darauf legen. Mit restlichem aromatisierten Öl beträufeln.


Im vorgeheizten Backofen die Fischfilets 15 Minuten und die Steaks 25 Minuten garen. Einen Spritzer Weißwein oder Prosecco darüber geben. Herausnehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Nach Wunsch etwas Zitronensaft darüber träufeln. Dazu schmeckt ein Salat oder gedämpftes grünes Gemüse.

(Quelle: www.chefkoch.de)

Heilbutt, Angeln, Norwegen, Tipps, Rekord
OBEN